Google gewährt Einblicke in die Geheimniskiste

Suchmaschinenoptimierung

Google ist seit eh und je dafür bekannt im Verbogenen und hinter verschlossenen Türen die Algorithmen und Suchmaschinenoptimierungsvorschriften ihrer Suchmaschine anzupassen. Und seit eh und je munkeln Experten über diese Anpassungen und Veränderungen. Denn wer die Geheimnisse Googles entschlüsselt hat sich einen klaren Vorteil gegenüber Anderen im Kampf um die wertvollen ersten Plätze erarbeitet. Doch nun hat Google mal wieder die verschlossene Tür einen spaltweit geöffnet und uns einen Blick in die Geheimniskiste gewährt. Erspäht wurden die drei wichtigsten Kernthemen für die Google-Websuche im nächsten Jahr. Was es mit den drei Kernthemen auf sich hat und welche Funktionsweisen sie haben, möchten wir Ihnen genauer erklären.

Maschinelles Lernen & RankBrain – Google denkt mit

SuchmaschinenoptimierungDas erste Thema das Google als eine der drei Kernthemen der Google-Websuche im Jahr 2017 ausgesprochen hat nennt sich Maschinelles Lernen & RankBrain. RankBrain wurde das erste mal im Zuge des Hummingbird-Updates von Google ein Begriff für viele Experten. In diesem Update wurde der Grundstein für das Google RankBrain gelegt. Das Hummingbird-Update selbst hat dafür gesorgt, dass der Google Algorithmus versucht Suchanfragen zu interpretieren und die Nutzerintention abzuleiten sowie zu verstehen. Beim maschinellen Lernen interpretiert nun der Google Algorithmus die Inhalte von Seiten in Echtzeit und entwickelt sich durch die Interpretation und Deutung derer immer weiter.

Wie genau das maschinelle Lernen, das RankBrain, funktioniert ist nicht eindeutig. Noch nie zuvor gestellte Suchanfragen werden interpretiert. Diese Interpretation wird durch den Algorithmus dann mit älteren Informationen verknüpft. Aus der Sicht der Suchmaschinenoptimierung ist dies natürlich sehr schwierig zu beurteilen, da eine Optimierung auf noch nie zuvor gestellte Suchanfragen natürlich kaum möglich ist. Die beste Empfehlung die man Stand jetzt tätigen kann ist, auf Synonyme zu optimieren und einzigartige Inhalte zu produzieren. Womöglich wird man auf diesem Wege, durch den Algorithmus mit neuen Suchanfragen in Verbindung gebracht.

Strukturierte Daten – Google macht sich schick

Das zweite Thema trägt den Namen Strukturierte Daten. Für viele Suchanfragen wie z.B. Filme, Bücher, Musik Alben u.Ä. werden einem bei Google mittlerweile große schwarz hinterlegte Bereiche angezeigt. In diesem schwarzen Bereich erhält man anschließend eine Übersicht aller Musikalben und der beteiligten Künstler mit Relevanz zum Suchbegriff. Durch die klare Auszeichnung und Benennung dieser Inhalte können diese Informationen für Google auffindbar und verwendbar. Die Traumposition in den Suchergebnissen ist somit nicht mehr der erste Platz der organischen Suchergebnissen sondern die Position direkt darüber.

Aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung kann man sagen, dass dieser Bereich natürlich nur schwer zu beeinflussen ist. Denn in der Übersicht der Strukturieren Daten werden meist, wie bereits erwähnt, hauptsächlich weltweit bekannte und relevante Informationen dargestellt. Die eigene Suchmaschinenoptimierungsarbeit darauf zu fokussieren in diesen Übersichten zu erscheinen, erscheint aktuell noch nicht sehr sinnvoll. Interessant wird es sein, zu sehen wie Google diesen Bereich weiterentwickelt. Werden diese Übersichten in Zukunft auch vermehrt in lokalen Bereichen eingesetzt? Es bleibt auf jeden Fall spannend.

Accelerated Mobile Pages (AMP) – Im Google Cache

Das dritte Thema nennt sich Accelerated Mobile Pages. In der Essenz ist AMP ein Framework zur Darstellung komprimierter und reduzierter HTML Seiten. Logischerweise liegt der Fokus bei AMP auf mobilen Endgeräten, die von dieser Komprimierung und Reduzierung am meisten profitieren. Die Reduzierung erfolgt zu großen Stücken durch die Restriktionen bezüglich der Verwendung von externen Skripten. Um es ganz genau zu sagen: Externe Skripte können bei AMP nicht geladen werden. Stattdessen kommt AMP mit einer ganz eigenen JavaScript Library aus. Der Große Vorteil von AMP optimierten Seiten liegt im Google Cache. Wenn Sie eine AMP Version Ihrer Seite erstellen, kann diese im Google AMP Cache zwischengespeichert werden.

Die Funktionsweise ist dabei recht ähnlich wie z.B. bei den Instant-Articles auf Facebook. Vor allem für Blogs und informationsstarken Seiten empfiehlt es sich also eine AMP optimierte Version zu erstellen. Wenn nun ein Nutzer auf Ihre Seite in den Suchergebnissen bei Google stößt und diese AMP optimiert ist, lädt diese quasi sofort. Aus sich der Suchmaschinenoptimierung empfiehlt es sich also auf jeden Fall zumindest den Blog auf AMP zu optimieren. Die User-Experience und die Usability einer Seite spielen bei jeder guten Suchmaschinenoptimierung eine zentrale Rolle. Durch die AMP Optimierung wird die User-Experience zu großen Stücken gefördert.

Die Suchmaschinenoptimierung bleibt also spannend. In den nächsten Monat wird es interessant zu sehen, wie sich diese drei Kernthemen auf die Suchmaschinenoptimierung auswirken und wie Google vorhat diese drei Bereiche weiterzuentwickeln. Für weitere interessante und wissenswerte Artikel sind Sie auf dem Blog von Rankeffect.de genau richtig.

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