Webdesign – Trotz sinkender Aufmerksamkeitsspanne und Verweildauer…

Sinkende Aufmerksamkeitsspanne im Web

…ich hab Hunger! Oh – da war wohl jemand nicht ganz bei der Sache. Das wir uns in Sachen Aufmerksamkeitsspanne dem Nullpunkt nähern, hat bereits eine von Microsoft finanzierte Studie veröffentlicht und damit User weltweit geschockt. Natürlich nur die, die es von der Überschrift auch bis zum Lesen des Artikels geschafft haben. Sie haben noch nichts vom Phänomen der Generation Smartphone gehört? Tja, dann 1:0 für Microsoft…

Spaß beiseite: Webdesigner aufgepasst! Denn die stetig sinkende Aufmerksamkeitsspanne birgt ein echtes Problem für „Website-Bastler“. Weniger Aufmerksamkeit = weniger Zeit dem Nutzer Antworten zu geben. Damit diese Gleichung nicht aufgeht, zeigen wir Ihnen wie Ihre Webseite aussehen muss, um den Blick des Nutzers mehr als nur zu erhaschen. Nebenbei ist dies auch aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung München wichtig, denn Google achten genau darauf, wie lange ein Nutzer mit einer Website interagiert.

Danke Smartphone!

Der Studie zufolge, ist das Smartphone an unserer sinkenden Aufmerksamkeitsspanne schuld. Von der „Wisch-und-Weg-Partnerbörse“ Tinder, über Facebook bis hin zu Instagram sind die „High-Speed-User“ groß im Kommen und auch im Vorteil. Denn welcher eingesessene Zeitungsleser kommt schon mit einer Lawine an Informationen gebündelt auf 5,4 Zoll zurecht? Die Herausforderung, die Verweildauer (welche sich by the way auch nicht gerade verlängert hat) und die Interaktion der User auf einer Webseite zu steigern, liegt folglich am Webdesigner. Aber Halt! Die sinkende Aufmerksamkeitsspanne des Menschen geht mit einem positiven Effekt einher. Wir können wahrgenommene Inhalte schneller verarbeiten und Uninteressantes somit schneller aussortieren.

Kurze Reden, noch kürzerer Sinn

Um den Nutzer davon zu überzeugen, dass sich auf Ihrer Webseite das eine Highlight befindet welches er nicht verpassen darf, müssen Sie sich also um Ihr Webdesign kümmern. So geht’s:

Lösung 1: Performance

Eine schlechte Webseite-Performance bedeutet weniger Besucher – weniger Umsatz – schlechte Reputation. Die Performance bezeichnet die Ladezeit vom Mausklick des Users bis alle Elemente Ihrer Webseite vollständig angezeigt werden. Das Design Ihrer Webseite muss direkt auf der Basis von Performancezielen aufgebaut werden. Der User muss innerhalb kürzester Zeit erkennen können, ob er die Antwort zu seiner Frage auf Ihrer Webseite findet und wenn ja, wo! Performance ist also nichts anderes, als die Möglichkeit den Kunden sofort die Information zu geben, die er braucht und damit eine Conversion zu erzielen. Hier ein Beispiel: Ihr Kunde besucht Ihre Seite, weil er braune Schuhe mit Absatz kaufen möchte. Ihr Online-Shop zeigt dem User jedoch auf den ersten Blick nur Sandalen und auch im Ausklapp-Menü ist keine Rede von braunen Schuhen. Der User wird die Webseite schneller verlassen als Sie blinzeln können. Deshalb: Alle wichtigen Informationen in die Nähe des Headers und Menüleisten so optimieren, dass Sie dem Kunden innerhalb von Sekunden beweisen, dass er richtig ist.

Lösung 2: Status Feedback

Eines vorweg: Nie, nie, ja wirklich niemals generische Ladekreise in die Webseite einbauen. Diese sehen zwar so aus als gäben sie dem User Feedback über die Ladetätigkeit der Webseite, der überschaut das System aber ziemlich schnell und geht retour, zu Google. Denn generische Ladekreise stimmen oft nicht mit der tatsächlichen Ladezeit der Webseite überein und führen den Nutzer schnell hinters Licht. Dank verkürzter Aufmerksamkeitsspanne passiert das aber nicht so schnell: Noch ein Vorteil… Wow! Gehen Sie lieber gleich zu Lösung 3 über.

Lösung 3: Nur das Wesentliche

Sind Sie gerade dabei Ihre seitenlange Produktbeschreibung in Ihre Webseite einzupflegen und lädt vielleicht sogar schon das dritte Beispielbild (hochqualitativ versteht sich)? STOP und DELETE. Ja, Sie haben richtig gelesen. Die kurze Aufmerksamkeitsspanne der User zwingt nämlich auch Sie dazu, nur das Wesentliche auf Ihrer Webseite zu platzieren. Es sei denn, Sie wollen Ihre neu gewonnenen Nutzer ganz schnell wieder loswerden – dann immer schön weitermachen! Für alle anderen gilt es schon im vorhinein zu planen, was denn der User auf der Webseite finden soll. Danach fällt es Ihnen umso leichter, alles was nicht in Ihrem Plan vorkommt einfach wegzulassen.

Lösung 4: Lazy Load

Lazy Loading, übersetzt „faules Laden“, beschreibt das Laden von Bildern oder Grafiken im Zuge des Scrollvorgangs. Kurz gesagt, das Nachladen von Inhalten, die für die Conversion nicht relevant sind. Das Webdesign à la Facebook und Twitter hat den Vorteil, einen effizienten Umgang mit der Datenlast einer Webseite zu ermöglichen. Einen Hacken hat das Ganze aber: Eine schlechte Internetverbindung verhindert womöglich das Laden der erforderlichen Daten. Laden Sie nur Daten, die für die Usererfahrung nicht unbedingt notwendig sind nach. Daher soll diese Art von Webdesign nur bei Seiten angewendet werden, die Bilder im Stream zur Nutzererfahrung nicht unbedingt brauchen. Das Gegenteil des Lazy Loading ist das Eager Loading, oder auch Immediate Loading genannt, wo alle Elemente sofort geladen werden.

Lösung 5: Background Loading

Und wieder dient eine Social Media-Plattform als Vorbild für das Webdesign der Generation Smartphone. Die Plattform Instagram hat es sich zu Nutzen gemacht, Bilder hochzuladen während diese erst benannt werden und Hashtags gesetzt werden. Background Loading erspart dem User also lästiges Warten und dieser nutzt die Zeit des Uploads sogar noch, alle Gäste der gestrigen Party auf seinem Pic zu verlinken. #yeah!
Gratulation. Wenn Sie es bis hierhin geschafft haben, ist Ihre Aufmerksamkeit deutlich trainierter als bei dem Durchschnitt der Nutzer. Optimieren Sie Ihre Webseite so, dass auch Ihre Kunden es bis zum Footer schaffen – Wie’s geht wissen Sie ja jetzt! Wir sind jedenfalls guter Dinge: Challenge accepted…

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