Von Skeuomorphismus bis Illustration – Webdesign Trends 2017

webdesign trends 2017

Webdesign, wie jeder andere Designbereich, zeichnet sich durch seine Schnelllebigkeit und Dynamik aus. Was heute noch populär und aktuell ist, kann morgen schon vergessen und irrelevant sein. Veränderungen sind von Webdesignern gewünscht und stehen bei vielen Online Marketing Agenturen auf der Tagesordnung. Somit auch bei uns als SEO-Agentur aus München. Die Devise ist eindeutig. Wer sich und seine Ideen nicht weiterentwickelt wird zurückgelassen und von der Konkurrenz überholt. Um Webdesign-Kunden zugewinnen muss man trendaktuell, modern und dynamisch sein. Jeden Tag werden neue Webdesign-Ideen entwickelt und jeder Tag wird genutzt, um den nächsten großen Webdesign München-Trend zu finden.

Die Trends des letzten Jahres

Im Jahr 2016 waren Materialdesign, interaktive Loadingscreens und Hero Shots äußerst populär und auf etlichen Webseiten zu finden. Materialdesign, von Google erstmals konzipiert, beschreibt ein ganz bestimmtes Design zur Webseiten-Erstellung und Darstellung. Großflächige Elemente, klare Farbkontraste und eindeutige Icons sowie Schriften bringen Struktur und Nutzerfreundlichkeit auf eine Webseite. Gleichzeitig passt sich eine Webseite mit Materialdesign in der Regel optimal auf die responsive Ansicht an. Erinnern tut das Materialdesign in seiner Grundform an das Flatdesign oder das Minimaldesign. Der Fokus liegt beim Materialdesign aber eindeutig auf der Funktionsvielfalt.

Bei interaktiven Loadingscreens werden Besuchern einer Webseite interessante und nützliche Informationen auf interaktive Weise dargestellt. Hovereffekte und klickbare Elemente lenken den Besucher solange ab, bis im Hintergrund der gesamte Inhalt der Seite geladen wurde.

Der Hero Shot stellt eine visuelle Repräsentation eines Produktes oder eines Angebotes auf einer Seite da. Meistens ist der Hero Shot über dem Fold zu finden und nimmt dort, in Form eines großen Bildes, den größten Platz ein. Emotionale Identifikation zur Handlung auf dem Shot und die Anregung zur Interaktion auf der Webseite sind die zwei großen Zielen des Hero Shots.

Die knappe Zusammenfassung der drei großen Webdesign-Trends des letzten Jahres existiert in diesem Artikel nicht umsonst. Viele der anschließend angesprochenen Webdesign-Trends sind Weiterentwicklungen aktueller und älterer Trends.

Trend #1: Skeuomorphismus vs Flatdesign oder doch beides

Skeuomorphismus ist eine Stilrichtung, bei der eine möglichst realistische Darstellung eines realen Gegenstandes geschaffen wird. Durch die realitätsnahe Darstellung soll Vertrauen erzeugt und eine natürliche sowie intuitive Bedienung und Handhabung des Gegenstandes ermöglicht werden. Ein Beispiel für Skeuomorphismus wäre zum Beispiel die Memo-App oder die Taschenrechner-App auf dem Smartphone. Die Memo-App sieht vom Design her aus wie ein Notizbuch mit Spiral-Bund. Der Nutzer versteht die App sofort und kann auch sofort loslegen zu schreiben. Gleiches gilt für die Taschenrechner-App.

Flatdesign ist ein weiterer Name für Materialdesign und kann als dessen Weiterentwicklung verstanden werden. Die Realitätsnähe des Skeuomorphismus steht dem Minimalismus des Flatdesigns gegenüber. Aber warum eigentlich? Starke Kontraste und großflächige Elemente können auch mit der Realitätsnähe des Skeuomorphismus vermischt werden. Auch Google hat schon angefangen mit dieser Webdesign-Mischung zu experimentieren.

Interessant wird der Vergleich zwischen „Skeuo“ und Flatdesign erst recht, wenn man sich die Geschichte des Webdesigns anschaut. Flatdesign hat das Webdesign in den letzten Jahren dominiert. Doch bevor das Flatdesign die Webdesign-Welt eroberte, setzten Webdesigner auf realitätsnahe Designs. Man könnte also vermuten, dass „Skeuo“ im Jahr 2017 eine Renaissance erlebt.

„Skeuomorphism – Leather on your iPhone“ von PolyMatter

Trend #2: Video, Video, Video

Ein großes Bild am Anfang der Seite als Hero-Shot, mehrere Bilder im Fließtext um ihn ansehnlicher zu gestalten, Bilder auf der „Über uns“ Seite um Vertrauen zu schaffen – Webseiten punkten mit Bildern schon seit längerem bei Nutzern und bezüglich der Suchmaschinenoptimierung auch bei Google. Doch durch mehrere Streaming und Video-Hosting-Services wie Youtube und Facebook filmen und schauen immer mehr Nutzer kurze Videos. Videos zu filmen, zu bearbeiten, hochzuladen und zu schauen war noch nie so einfach. Kurzfilme können, noch besser als Bilder, die Aufmerksamkeit von Webseitenbesuchern ergreifen und auch deutlich länger halten.

Für Unternehmen und Webseitenbetreibern bietet ein Video die Möglichkeit eine Botschaft direkter und gezielter zu kommunizieren. Die Kerninfos einer Webseite können in einem kurzen Unternehmensfilm dem Besucher anschaulich dargestellt werden und er fühlt sich sofort abgeholt. Es ist gutmöglich, dass mehr und mehr Webseitenbetreiber zur Optimierung Ihrer Webseite zukünftig mehr Videos verwenden werden.

Trend #3: Illustrationen anstatt Hero Shots

Der Hero Shot war einer der größten und beliebtesten Trends im Jahr 2016. Doch auf vielen Webseiten wurde der Hero Shot nicht effektiv eingesetzt. Anstatt eine ansehnliche, informative und vertrauensschaffende visuelle Repräsentation des Unternehmens darzustellen, wurde meist nur ein Stock-Foto mit einem cleveren Spruch in die Seite eingebunden. Dadurch wirkte der Bereich über dem Fold oft unprofessionell und nicht besonders einzigartig. Stock-Fotos können meist schnell als solche erkannt werden und spiegeln oftmals ein Unternehmen nicht zu hundert Prozent wieder.

Aus diesem Grund scheint sich nach und nach ein neuer und weiterentwickelter Hero Shot zu etablieren, bei dem das Unternehmen und das Produkt noch mehr im Fokus steht. Erreicht wird dies durch die individualisierte Erstellung einer Unternehmensillustration. Einzigartige Illustrationen mit Unternehmensbotschaften und produktrelevanten Informationen können in der Erstellung zwar aufwendig und nicht gerade preiswert sein, so spiegeln sie auf jeden Fall das Unternehmen deutlich besser wieder als ein Stock-Foto. Möchte man Ansehnlichkeit und die Funktion des Hero Shots beibehalten, das eigene Unternehmen aber deutlich besser darstellen, empfiehlt sich eine handgefertigte Illustration.

Natürlich ist der Bereich des Webdesigns kein statischer und Veränderungen erfolgen graduell. Dennoch sind diese Entwicklungen erkennbar und wir sind gespannt, ob sich diese Trends im Jahr 2017 etablieren werden. Gleichzeitig gibt es natürlich noch eine ganze Reihe an weiteren Trends und Entwicklungen im Webdesign die für das Jahr 2017 interessant sein können. Wer mehr über Webdesign und Suchmaschinenoptimierung lernen möchte, ist auf unserem Blog genau richtig.

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