Begriffserklärung:

Frames

Frames

Seitengestaltung

Bei Frames handelt es sich um einzelne Segmente einer Website, die frei gestaltbar sind. Diese können jeweils ein statisches, wechselndes oder scrollbares HTML-Dokument beinhalten. Werden mehrere Frames zusammengesetzt, so wird dies Frameset genannt.

Hintergrund

Die Methode beim Aufbau von HTML-Seiten Frames zu verwenden, wurde von Netscape mit dem Browser Navigator 2.0 vorgestellt. Durch die Frame-Technik, kann ein Webmaster das Browserfenster in programmierbare Abschnitte aufteilen. Über das Frameset wird die Anzahl und die Größe der jeweiligen Frames festgelegt. HTML 4 wurde im Jahre 1997 eingeführt, und es kam dazu, dass auch W3C diese Frame-Technik empfahl. W3C hat mit dem 4.0 Frameset einen eigenen Dokumenttyp für die Programmiersprache HTML etabliert. Frames werden im aktuellen HTML5 jedoch nicht mehr verwendet.

Code Elemente

Auf Dateien, die Frames enthalten, muss folgendermaßen hingewiesen werden:


<!DOCTYPE HTML PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01 Frameset//EN" "http://www.w3.org/TR/html4/frameset.dtd">

Diese Datei enthält kein Body-Element. Nach dem


<Head> folgt ein <frame> oder <frameset> . Das <noframes>

kann ebenfalls angehängt werden. Das ist wichtig, denn es kann von Nutzern gesehen werden, deren Browser nicht in der Lage sind Frames anzuzeigen. Für Suchmaschinen ist diese Angabe ebenfalls sinnvoll.

Einsatz der Frames

  • Frames werden verwendet, um Inhalt und Navigation auf einer Website zu trennen.
  • Mehrere einzelne HTML-Dokumente können parallel auf einer Seite angezeigt werden.
  • Teilbereiche der Website können unabhängig voneinander gescrollt werden.

Probleme mit Frames

Frames werden kritisiert, da durch sie verschiedene Probleme auftreten können:

  • Indexierung der Inhalte:
    Seiten, die Frames enthalten, werden zwar von den Bots gecrawlt, diese lesen jedoch meist nur die Inhalte der Frame-Unterseiten aus. Das kann dazu führen, dass die Startseite sowie weitere Unterseiten nicht ausreichend indexiert werden. Dies liegt daran, dass sie nur aus einem einzigen Frameset ohne Inhalte bestehen.
  • Erreichbarkeit:
    Der Inhalt innerhalb eines Frames kann beliebig bearbeitet werden, ohne dass sich die URL der gesamten Unterseite ändert. Deswegen kann der Nutzer keine einzelnen Bereiche verlinken, wenn er etwas Bestimmtes aufzeigen möchte. Nur das Verlinken des gesamten Framesets ist möglich.
  • Browserdarstellung und Auflösung:
    Zu viele Frames auf einer Webseite wirken sich negativ auf die Darstellung bei kleinen Bildschirmen aus. Die Nutzer haben bei übermäßigen Gebrauch von Frames keine klare Übersicht mehr. Vor allem bei mobilen Endgeräten ist das mühsam, da sie ohnehin einen kleinen Anzeigebereich bieten.

Bei Frames handelt es sich um einzelne Segmente einer Website, die frei gestaltbar sind

Der NoFrames-Bereich

Eine Stelle im Quellcode einer Frameseite kann mithilfe des NoFrame-Bereichs mit Content gefüllt werden. Dieser beschreibt die Inhalte des Frames. Das ist mit dem Alt-Tag für Bilder zu vergleichen. Browser, die Probleme mit der Darstellung von Frames haben, sowie Webcrawler, die in der Regel beim Auslesen von Framesets keine Inhalte erkennen können, können den NoFrame Bereich auslesen. NoFrames-Bereiche können sowohl für Framesets als auch für einzelne Frames hinterlegt werden und lassen sich mit XHTML und allen gängigen Browsern auslesen.

Alternativen zu Frames

Frames stellen nicht die einzige Möglichkeit dar eine Webseite multifunktional zu gestalten. Vor allem werden sie bei HTML5 auch nicht mehr benutzt. Dem Webmaster stehen verschiedene Alternativen zur Verfügung. Durch CSS oder Server Side Includes können ebenfalls unabhängige Funktionsbereiche in ein HTML-Dokument integriert werden. Die Lesbarkeit der Frames durch die Suchmaschinen wird dabei nicht beeinträchtigt. Zudem können Javascript oder Ajax behilflich sein die Seiteninhalte und die Anzeigen über Serveranfragen zu verändern.

Der Inlineframe/iframe

Der Inlineframe trägt dazu bei, dass eine Website mit zusätzlichen, externen Inhalten und Funktionen versehen werden kann. Dies geschieht hierbei auf schnelle und einfache Weise. Zu den iframes zählen beispielsweise Wetter-Widgets oder auch eingebettete Youtube-Videos. Größe und Einbettungsart der Objekte können mit Hilfe von HTML definiert werden.

Der übermäßige Einsatz dieser Inlineframes kann dazu beitragen, dass die Suchmaschinen wichtige Inhalte womöglich nicht auslesen können. Allerdings können die iframes als solche mit allen gängigen HTML-Marker ausgezeichnet werden.

Google Chrome Frame

Dieser Frame wird nicht für die Programmierung verwendet. Hierbei handelt es sich um ein Browser Plug-In von Google, welches sich für den Microsoft Internet Explorer eignet. Das Google Chrome Frame hilft beim Seitenaufbau und bietet erweiterte Funktionalitäten für den Webbrowser.

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