Begriffserklärung:

Web Fonts / Google Fonts

Web Fonts / Google Fonts

Schriftarten für Websites

Bei Web Fonts handelt es sich um Schriftarten, die auf den Programmiersprachen HTML und XHTML basieren und von allen modernen Browsern interpretiert und dargestellt werden können. Nach dem Aufrufen einer Webseite, werden diese Schriften, wenn nicht anders festgelegt, über einen externen Webserver geladen und nicht aus der lokalen Schriftensammlung des Rechners.

Google Fonts selbst ist kein Web Font, sondern ein Schriftportal aus dem man verschiedene Web Fonts beziehen kann.

Allgemeine Informationen

Es existieren verschiedene Quellen aus denen man Web Fonts beziehen kann, wie Schriftportale oder von Schriftgestaltern. Web Fonts können sowohl kostenlos als auch kostenpflichtig sein. Ebenfalls gibt es nutzungsfreie Schriftarten sowie Web Fonts bei denen es zum Gebrauch einer Lizenz bedarf. Web Fonts können in den unterschiedlichsten Formaten verwendet werden, wie z.B. EOT (Embedded Open Type) oder SVG (Scalable Vector Graphics).

Unterstützende Browser

Seit dem Jahr 2015 werden Web Fonts von den folgenden Browsern unterstützt:

  • Safari/Webkit von Apple ab der Version 3.1
  • Internet Explorer von Microsoft ab der Version 4
  • Google Chrome ab der Version 4.0
  • Mobile Safari für iPhone, iPad und iPod
  • Mozilla Firefox ab der Version 3.5
  • Opera ab der Version 10.10

Google Fonts selbst ist kein Web Font, sondern ein Schriftportal

Konvertierung, Hinting und Kerning

Die üblichen Schriftarten wie. z.B. PostScript-Schriften können mithilfe verschiedener Konverter in Web Fonts umgewandelt werden.

Das Hinting beeinflusst die Qualität eines Web Fonts. Bei der Wahl einer Schriftart muss also auf das Font Hinting geachtet werden.

Ein exaktes, manuelles Kerning von Schriftarten ist noch nicht möglich. Grundsätzlich sind die meisten Browser in der Lage die Kerning- und Ligaturinformationen der Schriften auszuwerten.

Einbettung der Web Fonts

Man kann Web Fonts auf den eigenen sowie auf externe Server hinterlegen. Üblicherweise erfolgt die Integration eines Web Fonts über die Font-Face-Regel im CSS. Darüber hinaus ist es möglich die Web Fonts über JavaScript, WordPress oder über spezielle Software Plug-Ins in die Website einzubinden.

Man kann Web Fonts auf den eigenen sowie auf externe Server hinterlegen

Nachteile des Fremdhosting von Schriftarten

  • Datenschutz: Beim Fremdhosting von Web Fonts können Probleme in Bezug zum Datenschutz auftreten. Wenn man eine Schriftart abonniert, steht man in dauerhafter Verbindung mit einem Server von Adobe oder Google. Somit können die eigenen Aktivitäten aufgezeichnet und umfangreich analysiert werden.
  • Firewall: Durch das Tracking (Spurbildung) von Hosting Providern kann es vorkommen, dass die Web Fonts nicht durch die Firewall des Rechennetzwerkes durchdringen können. Folglich kann der Nutzer die Schrift auf der Website nicht sehen.
  • Ladezeit: Da die Web Fonts von externen Servern geladen werden müssen, kann dies die Ladezeit der eigenen Website verlängern.
  • Verfügbarkeit: Sollte der externe Server ausfallen, ist es ebenfalls nicht möglich den Nutzern die Web Fonts darzustellen. Aus diesen Gründen empfiehlt es sich Web Fonts stets auf dem eigenen Server zu hinterlegen.

Ausdrucken von Web Fonts

Da es sich bei Web Fonts um keine PostScript-Schriften handelt, sind diese nicht für die professionelle Druckvorstufe wie beispielsweise beim Offsetdruck geeignet. Sogar beim Ausdrucken z.B. über einen gewöhnlichen Laserdrucker, kann es zu großen Abweichungen des originalen Schriftbildes kommen.

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